Was passiert mit einer Gesellschaft, wenn wir aufhören, unsere eigenen Überzeugungen zu hinterfragen — und irgendwann sogar akzeptieren, dass es Menschen gibt, mit denen man angeblich nicht mehr reden darf?
Thomas Eglinski beginnt seine neue Sendung mit einer ungewöhnlichen Geschichte über fünf Affen. Eine Parabel darüber, wie Menschen Überzeugungen, Regeln und sogar Feindbilder übernehmen können, ohne deren Ursprung noch zu hinterfragen.
Von dort führt der Weg zu einer der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie schaffen wir Frieden? Eglinski plädiert weder für Wehrlosigkeit noch für naive Russland-Romantik. Sein zentraler Gedanke: Glaubwürdige Verteidigungsfähigkeit und Diplomatie dürfen keine Gegensätze sein. Denn selbst wenn Abschreckung notwendig sein kann, wird sie ohne ernsthafte Diplomatie irgendwann gefährlich.
Anschließend trifft Eglinski den Schweizer Ökonomen und Autor Olivier Kessler. Gemeinsam gehen sie einer provokanten Frage nach: Wer ist der größere Versager — Markt oder Staat? Kessler stellt dabei viele scheinbare Gewissheiten über Regulierung, Sozialstaat, Steuern, Medienfinanzierung und die Rolle des Staates grundsätzlich infrage.
Zum Abschluss richtet sich der Blick auf die junge Generation. Dr. Nina Pszolla sucht Jugendliche und junge Erwachsene, die bereit sind, offen über ihre Zukunft, ihre Ängste, ihre Überzeugungen und ihre Sicht auf unsere Gesellschaft zu sprechen — ausdrücklich auch dann, wenn sie vollkommen anderer Meinung sind.
Drei scheinbar unterschiedliche Themen — und doch verbindet sie eine zentrale Botschaft: Selber denken. Fragen stellen. Zuhören. Und vor allem wieder miteinander reden.


