
Donald Trump hat nach einem Anruf beim FIFA-Präsidenten Gianni Infantino dafür gesorgt, dass der Fußball-Weltverband die Rotsperre des US-Stürmers Folarin Balogun aufhebt. Trump bedankte sich öffentlich bei der FIFA über sein Portal Truth Social.
Dies ist ein alarmierendes Beispiel politischer Einmischung in den Sport. Ein amtierender US-Präsident nutzt seine Macht, um eine sportliche, wenn auch diskutable, Entscheidung zu korrigieren, und die FIFA in Person von Gianni Infantino gibt nach. Der Fall wirft einen großen Schatten auf die Glaubwürdigkeit des Verbands und des gesamten Turniers.
Der US-Spieler Balogun hatte im WM-Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina in der 64. Minute die rote Karte gesehen. Der Stürmer hatte Gegenspieler Muharemovic in einem Zweikampf unabsichtlich hart am Knöchel getroffen. Nach Hinweis des VAR schaute sich der Schiedsrichter Raphael Claus die Szene noch einmal am Bildschirm an und entschied anschließend auf Rot. Viele Experten fanden die Entscheidung zu hart.
Die FIFA erntet seit Bekanntwerden der Aufhebung der Sperre aus aller Welt Kritik. Der nächste Gegner der USA, Belgien, hat bereits Einspruch gegen die Entscheidung eingelegt.
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