Wolodymyr Selenskyj ist gestern in Brüssel gelandet und heute beim EU-Gipfel zu Gast. Im Mittelpunkt steht einmal mehr die weitere Unterstützung der Ukraine. Finanziell und militärisch. Kiew verlangt zusätzliches Geld für den Staatshaushalt, die Rüstungsproduktion und den Schutz der Energieversorgung vor dem Winter.
Selenskyj fordert zugleich mehr Waffen: zusätzliche Flugabwehrsysteme und Abfangraketen, Munition für F-16-Kampfjets sowie weitere Drohnen und nationale Rüstungspakete der EU-Staaten. Bereits gestern sprach er mit Belgiens Premier Bart De Wever ausdrücklich über die Lieferung von F-16 und der dazugehörigen Munition.
Geld- und Waffenhilfe sind dabei eng miteinander verknüpft. Die EU hat für 2026 und 2027 bereits einen Kredit über 90 Milliarden Euro beschlossen. Von den für dieses Jahr vorgesehenen 45 Milliarden sollen bis zu 28,3 Milliarden Euro in Rüstungsproduktion und militärische Beschaffung fließen. Ausgezahlt wurde bislang jedoch nur ein Teil der Gesamtsumme, da die Ukraine vereinbarte Reformen bei Rechtsstaatlichkeit und Korruptionsbekämpfung noch nicht vollständig umgesetzt hat.
💥Besonders heikel: Für 2027 zeichnet sich bereits die nächste Finanzierungslücke ab. Selenskyj will deshalb, dass die europäischen Staaten und weitere internationale Partner zusätzliches Geld mobilisieren. Auch die Nutzung eingefrorener russischer Vermögen könnte erneut zur Sprache kommen.
