
Selenskyj-Besuch in Berlin: Das wurde vereinbart ++ Gemeinsame Drohnenproduktion ++ Hunderte Millionen für Wiederaufbau
Die von Bundeskanzler Friedrich Merz und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj angekündigte deutsch-ukrainische Rüstungskooperation sorgt seit Dienstag für Diskussionen, AUF1 berichtete. Die Erklärung über eine strategische Partnerschaft zwischen Deutschland und der Ukraine enthält weitere brisante Vereinbarungen.
📄AUF1 hat die Erklärung für Sie durchgesehen. Hier die wichtigsten Punkte:
Im Abschnitt zur „Partnerschaft für ein sicheres Europa“ heißt es: „Wir werden weitere Gemeinschaftsunternehmen fördern und verständigen uns auf eine engere Abstimmung und Zusammenarbeit bei der Verteidigung und in der Verteidigungsindustrie, unter anderem zur Stärkung der deutsch-ukrainischen Rüstungskooperation.“
Auch die Zusammenarbeit bei der Flugabwehr soll vertieft werden. Dazu wurde vereinbart: „Deutschland und die Ukraine werden die Zusammenarbeit im Bereich Flugabwehr verstärken und dabei gemeinsam darauf hinarbeiten, Fertigung und Entwicklung von Flugabwehrsystemen und Flugkörpern in Deutschland und der Ukraine zu steigern.“
Zudem verpflichtet sich Deutschland, „Gemeinschaftsunternehmen zur Drohnenproduktion ins Leben rufen.“
Laut der unterzeichneten Durchführungsvereinbarung verpflichten sich Deutschland und die Ukraine außerdem zur gemeinsamen Fertigung von Langstreckenkampfdrohnen vom Typ Anubis und Mittelstreckenkampfdrohnen vom Typ Seth-X. Zudem wird eine Niederlassung der ukrainischen Verteidigungsindustrie in Berlin eröffnet.
💶 Für Wiederaufbau und Entwicklungszusammenarbeit, unter anderem in den Bereichen Industrie, Energie, Wohnbau, EU-Beitrittsvorbereitung, kommunale Selbstverwaltung und Korruptionsbekämpfung, werden zudem bis zu 233 Millionen Euro bereitgestellt.
