
Die Wahl in Sachsen-Anhalt ist geschlagen. Jetzt schlagen die Verliererparteien mit unterschiedlichen Ansagen um sich. Nach der herben CDU-Wahlniederlage fordert der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, jetzt die Prüfung eines AfD-Verbots! Eine Arbeitsgruppe soll das aktiv angehen. Als Folge „kann das ein Verbot sein, das kann auch etwas anderes sein“, so Wüst. Dabei zeigt er sich stolz: „Ich habe heute etwas gesagt, das hat öffentlich bisher, glaube ich, kein CDU-Mensch gesagt.“
Ganz anders sieht es ein SPD-Landrat in Sachsen-Anhalt. Markus Bauer fordert, die AfD „darf jetzt nicht ignoriert und ausgeschlossen werden“, und erklärt: „Das Votum und der Auftrag der Wähler müssen geachtet werden.“ Zur Brandmauer sagt der SPD-Mann Bauer: „Wir sollten uns nicht über Brandmauern definieren, sondern über moralische rote Linien - über gemeinsame Werte und ein Bekenntnis zu unseren Grundrechten.“
