Am gestrigen Sonntag rief Collien Fernandes zur großen Demo in Berlin. Unter dem Motto „Gegen sexualisierte digitale Gewalt – Solidarität mit allen Opfern“ versammelten sich laut Polizei rund 6.700 Menschen am Brandenburger Tor. Fernandes beschuldigt ihren Ex-Mann Christian Ulmen, sie „virtuell vergewaltigt“ zu haben, indem er Fake-Pornos von ihr ins Internet gestellt haben soll. Ulmen bestreitet die Vorwürfe und weist diese zurück, AUF1 berichtete.
In den sozialen Medien kursieren Ausschnitte von der Demo und den Ansprachen. AUF1 hat einen Ausschnitt für Sie zur Verfügung gestellt, damit Sie sich selbst ein Bild davon machen können.
Auf der Bühne sprach unter anderem die Klima-Aktivistin Luise Neubauer: „Ich würde mich gerne nur ums Klima kümmern. Aber es geht nicht. Nicht in dieser Gesellschaft und dieser Zeit und bei diesen Männern.“
Fernandes selbst war nicht vor Ort. Sie ließ lediglich ein Statement von sich vorlesen. Dafür waren diese Politikerinnen bei der Demo dabei: Saskia Esken (SPD), Ricarda Lang (Grüne), Lisa Paus (Grüne) sowie Katrin Göring-Eckardt (Grüne).
Beobachter wittern allerdings hinter der Kampagne den Startschuss für die Identifikations- und Klarnamenpflicht im Internet. Stefan Homburg schrieb dazu auf seinem X-Kanal unter anderem: „Der Drops ist gelutscht: Fernandes kooperiert mit der Meldestelle
@HateAid! Die Klarnamenpflicht kommt also vom üblichen Netzwerk.“
Videoquelle: X-Kanal von Julian Adrat
