
Elf Tage vor der Berlin-Wahl droht der SPD ein Korruptionsskandal rund um ihren Spitzenkandidaten Steffen Krach. Am Mittwoch durchsuchte die Polizei drei Objekte: Krachs Wohnungen in Berlin und Hannover sowie nach Angaben der „Berliner Morgenpost“ auch die Landeszentrale der Sozialdemokraten. Der Verdacht: Bestechlichkeit. Offenbar geht es um den Verkauf eines Klinikgeländes in der Region Hannover.
Krach soll möglicherweise eine Spende von einem Träger aus dem Gesundheitswesen erhalten haben, um sich für diesen in dem Verfahren einzusetzen. Krach stand als Regionspräsident dem Aufsichtsrat der kommunalen Krankenhauskette mit zehn Kliniken vor.
Die SPD weist die Vorwürfe zurück. Die Partei und ihr Spitzenkandidat – der sich im Wahlkampf vor allem mit dem Slogan „Krach gegen Nazis“ inszeniert – stehen derzeit bei historisch schwachen 15 Prozent. Ein Korruptionsskandal so kurz vor der Wahl könnte die einstige Bürgermeister-Partei noch tiefer in die Krise reißen.
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