
Europa droht im globalen Machtkampf zwischen Washington und Peking unter die Räder zu kommen. Davor warnen der Historiker Niall Ferguson sowie der Ökonom und Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, Moritz Schularick. Ohne eigene Schlüsseltechnologien, eigene KI und eigene digitale Infrastruktur werde Europa wirtschaftlich zur Beute der Supermächte.
Besonders Deutschland habe die Gefahr aus China lange unterschätzt. Ferguson warnt, dass Europas Industrie in immer mehr Kernbranchen verdrängt werde, von Autos bis Pharma. Schularick geht sogar so weit zu sagen: VW könnte eines Tages von einem chinesischen Hersteller wie BYD übernommen werden.
Die bittere Diagnose: Während die USA und China ihre Macht mit Technologie, Industriepolitik und Marktdruck ausbauen, verliert Europa Zeit mit Bürokratie, Klimaplänen und Sonntagsreden. Der Kontinent braucht laut den beiden eine „Operation Höchsttempo“. Sonst werde aus dem deutschen Industriestandort endgültig ein Übernahmekandidat.
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