Die Identitäre Bewegung hat am Samstag gemeinsam mit polnischen Aktivisten an die Befreiung Wiens von der osmanischen Belagerung im Jahr 1683 erinnert. An der Veranstaltung auf dem Wiener Kahlenberg nahmen rund 200 Menschen teil. Aktivisten reisten auch aus Polen, der Slowakei, Slowenien, Italien und Großbritannien an.
Zu den Rednern gehörten der patriotische Autor Martin Sellner und der frühere slowakische Ministerpräsident Ján Čarnogurský. Čarnogurský betonte in seiner Rede, die Erinnerung an den Abwehrkampf gegen die Osmanen im 17. Jahrhundert beinhalte auch die Verpflichtung, sich drei Jahrhunderte später nicht von deren Nachfahren verdrängen zu lassen.
Während der Kundgebung wurde zudem feierlich eine Büste des polnischen Königs Jan Sobieski enthüllt. Sobieski führte das Heer an, das entscheidend zur Befreiung Wiens beigetragen hatte. Die Aktivisten holten damit nach, was die Stadt Wien seit Jahren nicht umgesetzt hat: Ein offizielles Sobieski-Denkmal gibt es bis heute nicht. Die SPÖ-geführte Stadtregierung begründete ihre ablehnende Haltung unter anderem mit der Sorge vor wachsender „Ausländerfeindlichkeit“.
